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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
Seite
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123nen alten Schriftsteller vom J. 1706 an, welcher inden Aphthen die Quecksilbermittel wiederräth. SeineBedenklichkeiten klingen aber etwas sonderbar; undnoch sonderbarer Herrn Odendahls Zusatz zu denselben:Wenn nun gar die Schwämmchen oder Spree(Aphthen) als Symptom erscheinen; wenn eineandere Krankheit voraus gegangen wenn die Ge-legenheits Ursach Galle oder faulichter Stoff" Ich habe in meiner vor dieser Beylage ge-ist.druckten Vertheidigungsschrift durch eigene Beobach-tungen, und durch die Beobachtungen anderer darge-than, daß eben in gallichten und faulichten Krankhei-ten das Calomel sich als ein wirksames und wohlthä-tiges Mittel beweise. Herr Odendahl muß nun ent-weder diese Beobachtungen und Erfahrungen für falsch,oder sich für widerlegt, erklären.Nun tritt noch ein Schriftsteller auf: Herr FinkeIch schätze diesende Morbis biliosis anomalis.Mann als einen verdienten Arzt, und erkenne, daßin der angeführten Abhandlung von ihm vortreflicheSachen enthalten sind. Aber er selbst giebt ja dasQuecksilber in dieser Krankheit; nur hat er seine eige-nen Ideen über die Fälle, wo es gebraucht und nichtgebraucht werden müsse. Wenn ich nun glaube, vondiesen Ideen abweichen zu dürfen, und die Gründe an-gebe,I 2