122dieses Mittels, die letzteren in der Bereitung desselbengewesen sind. An verschiedenen Orten, besonders inkleinen Städten, wissen die Apotheker dieses Mittel garnicht zu bereiten; sondern erkaufen selbiges von den Ma-terialisten: man findet alsdenn das Calomel oft von sei-nen Sublimat, oder von seinen Kochsalzsäuretheilchennicht gehörig befreiet, und es tritt alsdenn allerdingsder Fall ein, daß Grimmen im Leibe und noch anderegefährliche Zufälle nach dem Gebrauche desselben ent-stehen.Nach dieser Stelle sagt Herr Baldinger: er ha-be den traurigen Fall gelesen, daß nach dem versüß-ten Quecksilber der Tod erfolgt sey.Daran zweifle ich nicht! Aber, wenn ich nunHerrn Odendahl den Fall anführen wollte, daß viel-fältig wiederholtes Aderlassen in der Brustwas-sersucht getödtet habe; würde Herr Odendahl hierauswohl den Schluß ziehen: das Aderlassen sey also über-haupt gefährlich? Wie oft muß man an die von denMenschen so häufig aus den Augen gesetzte Regel er-innern: a particulari ad universale nonvalet consequentia!Herr Odendahl führt ferner J. H. Slevogt, ei-nen
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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122
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