117der Krankheit zu haben; aber zugleich die von demHerrn Odendahl genommene Abschrift meiner Recepte:weil er in meine Abschrift einen Zweifel setzt, und be-sonders fürchtet, daß ich die Menge des gereich-ten Calomels unrichtig angegeben haben möchte.Es ist mir leid, daß Lord Maxwell mich verkennt;finde es aber in seiner Gemüthsstimmung und nachallem, was man ihm von mir beyzubringen gesuchthat, obschon vielleicht etwas schwach, dennoch sehrverzeihlich. Allein was, frage ich, beweisen seineZweifel? Einen davon drückt er bestimmt und deutlichaus; er glaubt, ich habe ihm die ganze Quantitätdes verschriebenen Calomels nicht richtig angegeben:und daß er sich hierin irre, wird er aus Herrn Odendahls Abschrift meiner Recepte, wenn ihm selbige istzugeschickt worden, schon gesehen haben; denn HerrnOdendahls Abschrift ist in diesem Puncte völlig mitder meinigen übereinstimmend. Die übrigen im all-gemeinen hingeworfenen Zweifel aber — haͤlt HerrOdendahl etwa diese für hinreichend, mich und denHerrn Apotheker Schöller zu Falsarien, ja wasnoch mehr ist, da wir unsre Angaben beschwörenwollen, zu Meineidigen zu machen?Aber noch eine Bemerkung über diesen Brief, die inden Augen eines jeden Nachdenkenden von Gewicht seynHmuß.
Druckschrift
Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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117
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