112geschickten, um das hiesige Publikum verdienten, undsowohl von Seiten seines Herzens als seiner Kennt-nisse sehr schätzbaren Manne, consultirt habe. Nieist bey solchen Gelegenheiten der geringste Streit zwi-schen uns beyden vorgefallen; ein jeder hat seineMey-nung mit Bescheidenheit und Wahrheitsliebe vorge-bracht, und er hat so wenig über mich, als ich überihn Ursache zur Klage gefunden. Ausserdem sind sehrviele Aerzte sowohl in Cöln, als sonst in hiesiger Ge-gend, mit welchen ich in medicinischer Verbindungstehe, und mit denen ich im besten Vernehmen ge-meinschaftlich Kranke behandle. Uebrigens läugne ichnicht, daß ich bey wichtigen Fällen den Herrn Pro-fessor Günther in Duisburg, dessen Geschicklichkeitund Verdienste, als Arzt, zum Theil auch schon demdeutschen Publicum durch seine Schriften bekanntsind, auf ausdrückliches Verlangen meiner Krankenzuweilen um Rath gefragt habe. Herr Odendahl,hoffe ich, wird doch so etwas nicht verhindern, undüber seine Wissenschaft nicht einen förmlichen Zunft-zwang verhängen wollen.Berichtigung, wird ein Brief vonSeite 16 derLord Maxwell, dem Vetter des Verstorbenen, alsein Beweiß eingerückt, „daß die verordneten Mitteldiesem nicht mit aller Aufrichtigkeit von mir angegebenzu seyn scheinen.Also
Druckschrift
Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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112
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