110richtig zweifeln. Denn wozu hätte ich sogleich daraufdie ungemischte Vitriolsäure verschrieben, wenn derKranke die erstere und bessere, mit Saleb verbunden,hätte nehmen wollen? — Und nun weiß der Leserwarum beyde Recepte nicht auf meinem Receptbogenstehen, obgleich sie von mir verschrieben, und mitden übrigen dem Herrn Odendahl sind eingehändigtworden, dessen gänzliches Stillschweigen über dieseihm gewissermassen doppelt eingereichten Recepte,für ihre Unschädlichkeit (wenn ein Unkundiger sie be-zweifeln sollte) allein schon eine wichtige Autorität ist.So viel über die von mir verschriebenen Recepte.Was Herr Odendahl S. 13 und 15 seiner Berich-tigung, von dem Tag der zweyten Consultation unteruns vorgefallenen Streite erzählt, verdiente gleichfalls,wenn hier der Ort dazu wäre, eine nähere Untersu-chung. S. 13 will er mich blos beschuldigt haben,daß mein dem Kranken gereichtes Calomel ganz undgar der Krankheit unangemessen, ja schädlich gewesensey; welches immer in meinen und jedes rechtschaffe-nen Arztes Augen Beschuldigung genug ist: aber soglimpflich wenn man will; so gewählt flossen wahr-lich nicht an jenem Abend die Worte von Hrn. Oden-dahls Zunge. Das Calomel war Gift; ich hattedieſes
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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110
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