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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
Seite
109
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109meinen Sinn in zu wenig Weineßig war aufgeldßtworden, und die Auflösung daher nicht gut gerathenwar, so bediente ich mich desselben nicht, sondernsandte es sofort auf der Stelle in die Apotheke zurück.Nachher verschrieb ich denſelbigen bloß in der Form,nicht im wesentlichen veränderten äusserlichen Umschlag(wie ans Nro. 11. meines Receptbogens erhellet),um ihn bey dem Kranken, statt des zurückgeschickten,zu gebrauchen.Das zweyte Recept, welches auch gar nicht gebraucht ist, war die Vitriolsäure in Salebschleim,eine Verbindung, wodurch man noch zuweilen demKranken diese Säure beybringen kann, und in welcherich wünschte, daß sie auch dieser genommen hätte.Allein er verabscheuete diese Verbindung, und warnicht zu bewegen das geringste davon zu verschlucken;desfalls ward das Mittel bey Seite gestellt, und ichverschrieb sogleich hinterdrein den 14. Sept. noch inderselbigen Stunde, die ungemischte Vitriolsäure,um ihm selbige in Gerstenschleim beyzubringen; aberauch die Vitriolsäure in Gerstenschleim ward eben sowenig genommen, als die im Salebdecoct.An der Wahrheit dieser Angabe kann keiner, dernur etwas von der Arzneywissenschaft versteht, auf-richtig