106setzt. Dieses Tamarindendecoct nun, leugnete mirHr. Odendahl bey unserer zweyten Zusammenkunftab, um mir den Fehler anfzubürden, daß ich demKranken nicht gleich anfangs abführende Mittel gege-ben habe.In seiner Berichtigung fährt er fort, mir es ab-zuleugnen. Doch heißt es (S. 14.): Spät desAbends nach unserem Zwiste, sey ihm dieses Re-cept von dem Tamarindendecoct unter meiner eigenenHand noch vorgezeigt worden.Ich verstehe, Herr Direktor! Und da es Ihnenleid seyn würde, wenn irgend jemand Sie nicht auchverstünde: so lassen Sie mich, was Sie nur zaghaftinsinuiren, in dürren Worten heraussagen. DieMeynung, welche Sie dem Publikum von der Sachegern beybringen möchten, ist diese: „Doktor Abel,„durch meine Vorwürfe in die Enge getrieben, lief„geschwinde nach unserem Zwiste nach Hause, oder„an einen andern Ort, schrieb das Recept von dem„Tamarindendecoct, antedatirte es, und suchte es„ mir noch denselbigen Abend in die Hände zu spielen.„— Aber er hat mit keinem Leichtgläubigen zu schaf-„fen. Was ich von dem Recepte denke, liebe Leser,„sehet ihr daraus, daß ich es nicht mit unter die Zahlder
Druckschrift
Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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106
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