105verordnet habe, sondern daß dieses Brechmittel fürden Verstorbenen ist verschrieben worden. Denjeni-gen, die das Gegentheil behaupten wollen, liegt derBeweiß davon ob; und ich begnüge mich, ihre Be-Verlaͤumdung zu erklären,hauptung ſo lange für einebis der Beweiß darüber zu meiner Be-schämung, die ich alsdann zu verdienen erkenne, vonihnen förmlich geführet seyn wird.So viel von dem Brechmittel. Jetzt zu dem De-coet von Tamarinden: dieses Decoct war eigentlichdas erste Recept, welches ich diesem Kranken, undzwar darum früher als das Brechmittel verschrieb,weil er sagte, er habe keinen Reiz zum Erbrechen;und ich also glauben mußte, der Magen enthalte kei-nen gallichten Stoff mehr, indem dieser sich gewöhn-lich durch Ekel und Reiz zum Erbrechen zeiget. Daaber, wie auch aus meiner Krankheitsgeschichte er-hellet, dieses Tamarindendecoct beym ersten oder zwey-tenmale, nachdem es genommen worden, das Erbrechen einer grünen verdorbenen Galle bewirkte; so ver-anlaßte mich dieser Fingerzeig der Natur zuvor nochein Brechmittel zu reichen, und das Tamarindende-coet noch auszusetzen. Es wurde also erst am andernMorgen nach dem Brechmittel, nemlich den 13. Sept.wieder angefangen, und bis den Nachmittag fortge-setzt.G 5
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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105
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