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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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102den. Um sechs Uhr Abends, (denn der Kranke bekam vondem Wiederholten ohngefähr drey Löffel voll ehe es würk-te) erfolgte das erste Erbrechen, worauf langsam einigeandere folgten. Um 7 Uhr hörte das Erbrechen auf,nach ihm stellte sich ein Laxieren ein, welches bis denAbend 10 Uhr, ja in der Nacht noch fortdauerte;und den Gebrauch aller andern Arzney für diesen Tagschlechterdings unmöglich machte.Und wo ist ein Arzt in der Welt; oder wo nurein etwas geübter Krankenwärter, der nicht weiß,daß man nach einem genommenen Brechmittel unddessen Wirkung nicht sogleich Arzneyen zu geben pflegt?Gewiß traut mir Herr Odendahl, so gern er sich dieMiene geben möchte, geringschätzig von mir zu denken,ein solches mehr als grobes, von einem Arzte beynaheVerrücktheit involvirendes Versehen in seinem eigenenHerzen nicht zu!Aber es ist ja auch nur Hypothese; Hypothese,wodurch man mich nur ein wenig schrauben wollte.Die Wahrheit ist, ich habe dem Kranken keine ab-führende Mittel gegeben. Denn, fürs erste, dasBrechmittel habe ich der jungen Gemahlinn des Ver-storbenen; nicht dem Verstorbenen selbst verordnet.(S.14).Selt-