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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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101men Kranken an einem Nachmittage auf die widersin-nigste Art mit Arzneyen bestürmt: wie dieses auch S.18 und 19. der Berichtigung vortreflich deducirt, undnoch dazu durch eine Stelle aus Metzlers Preißschrift,worin dieser den Teufel citirt, auf das bün-digste bewiesen ist.Freylich fallen einem kaltblütigen, der Sache et-was nachdenkenden Leser, gegen die Möglichkeit einessolchen Bestürmens mit Arzneyen, wie mir hierSchuld gegeben wird, verschiedene nicht leicht zu he-bende Zweifel ein. Ich wurde den 12. Septemberum ein Uhr Nachmittags zu dem Kranken berufen.Damit konnte ich doch wohl nicht den Anfang machen,drey oder wohl gar vier Mixturen zugleich zu verord-nen? Ich verschrieb das Tamarinden=Decoct zuerst.Es war zwey Uhr als diese Arzney fertig war. Siewurde halb drey Uhr eingenommen; um halb vierUhr ließ man mir sagen, der Patient hätte nach derArzney Galle gebrochen, und wäre noch übel. Dar-auf verordnete ich das Brechmittel, wovon er alleViertelstunden einen Eßlöffel voll nahm, (gemeinig-lich gehen 5 Viertelstunden dazu um Löffelweis dasGanze, nemlich zwey Unzen Wasser zu nehmen).Dieses Brechmittel ward um vier Uhr angefangen;es wollte nicht wirken, und muste also wiederholt wer-den.3