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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
Seite
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95krank gewesen sey, werde der Leser schon daraus ab-nehmen können, weil er erst am 12. zu einem Arztgeschickt habe. Wie krank der Verstorbene an diesenTagen gewesen sey, weiß ich nicht; wie krank ichihn aber gefunden habe, zeigt meine Krankengeschichte.Wenn übrigens Herr Odendahl den Leser will schlies-ſen laſſen, daß der Verſtorbene die angegebenen Tagezuvor nicht sehr krank gewesen seyn könne, weiler zu keinem Arzt geschickt habe, so sucht er ihn zueinem falschen Schlusse zu verleiten. Denn ein großerTheil von Fremden, besonders von Engländern,lassen es aus Mißtrauen gegen deutsche Aerzte, undaus Vorurtheil für die in ihrem Vaterlande gebräuch-lichen Heilarten und Mittel, sehr weit mit einer Krank-heit kommen, bevor sie einen deutschen Arzt berufen.Ausserdem ist bekannt, daß die Zufälle bey bösartigenund faulichten Krankheiten im Anfange, einem derkein Arzt, und nicht Kenner ist, oft nicht so gefährlichals sie wirklich sind, in die Augen fallen.Lord Maxwell hat übrigens dem Verstorbenenwirklich ein Oel gegeben, welches er Castordͤl nannte,und wovon er mir eine noch über die Hälfte volle,und gewiß ein hiesiges Maaß enthaltende Flaschevorzeigte. Dieses Oel roch nach Biebergeil und et-was ranzicht; die eigentliche Zusammensetzung davonhabe