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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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70gebrauche man Brech= und abführende Mittel; wo-bey es denn hauptsächlich auf die Bestimmung an-kommt, wie lange in solchen gastrisch oder gallichtenFaulfiebern diese abführende Mittel gegeben werdenmüssen: denn auch hierin kann das Maaß sehr leichtüberschritten werden.Gemeiniglich lasse ich die Brechmittel so langefortgebrauchen, als der bittere oder fäulichte Ge-schmack, verbunden mit einem Reize zum Erbrechen,und öfterem Aufstossen, entweder fortdauren, oder,wenn selbige aufgehört haben, sich aufs neue wiedereinsinden; die abführenden Mittel aber werden solange gebraucht, bis der Geruch, die Farbe und Con-sistenz der Stüle sich verändern. Wenn selbige auf-hören, den unverkennbar fäulichten Geruch von sichzu geben; wenn die grünlicht und gallichte Farbe nichtmehr erscheint; wenn die Kranken eine blos wässe-richte Feuchtigkeit purgieren, die sie entkräftet: als-dann ist es Zeit zu den antiseptischen Mitteln zuschreiten.Diese Regel beobachtete ich sorgfältig bey meinemverstorbenen Irrländer, der schon vor meinerBe-handlung mit Rhabarber war purgirt worden.Id