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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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66Ich fand daß am Abend der Puls sich etwas ge-hoben hatte, und daß die Haut nicht mehr so ausserordentlich trocken war. Auch bekam er gegen Abendeinmal Oefnung.Den andern Tag ließ ich ihm eine Auflösung vonbittern Extracten in Camillenwasser alle 2 Stundenzu einem Eßlöffelvoll, wiewohl auch mit äussersterMühe, reichen. Diese Extracte beweisen sich in dieserKrankheit als stärkend und antiseptisch sehr wirksam;und da es bey dem Kranken jetzt hauptsächlich umSammlung der Kräfte zu thun war, so ließ ich ihmdiese Extracte allein nehmen, und den Mund fleißigſpritzen.Den 30. Jun., als ich fand, daß mein Krankerwenigstens nicht übler geworden war, wiederholte ichdas Pulver aus dem Calomel. Der Kranke bekamhierauf wieder Oefnung; am Abend fand ich den Pulsgehoben, die Haut feucht, den Mund minder trocken,und die Aphthen schienen sich abzusondern.Den Mund ließ ich mit Rosenhonig und etwasSalzgeist, mit einem gelben Rüben=Decoct vermischt,ausspritzen.Arzneyen