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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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65Den 22. 23. 24. bis 26. und die folgenden Tage,lag der Kranke in immerwährendem Schlummer, mitsehr mattem Pulse und mit Schluchzen. Wenn manihn zu ermuntern versuchte, zitterte er am ganzenLeibe, und sah starr aus.Die Zunge und der Gaumen waren höchst trockenund wie geräuchert; über den Zähnen saßen dickeschwarze Crusten.Von der Arzney war dem Kranken wenig odernichts beyzubringen, das Getränk versuchte man ihmlangsam mit Theelöffeln einzugießen.Am 28. Jun, erschienen die Aphthen, und nunwar das Schlingen noch beschwerlicher. Ich hattesehr wenig Hoffnung den Kranken zu retten, beson-ders da ihm nichts beyzubringen war; auch jederandre der ihn sah, gab alle Hoffnung auf.In diesem verzweifelten Zustande schritt ich zudem oft erprobten Mittel, und brachte selbst ihm 12Gran Calomel mit Zucker abgerieben, nicht ohne Mü-he bey. Zugleich aber suchte man, aber ebenfalls mitMühe, ihm langsam soviel Getränk mit Löffeln bey-zubringen, als möglich war.Ich