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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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64Er saß halb nackt im Fenster, und einige Menschenwandten ihre Kräfte an, ihn aus dem Fenster wiederzurück zu bringen.Ich wurde gebeten, mich seiner von neuem anzu-nehmen. Der Wundarzt hatte ihm eine Emulsionmit diaphoretischem Spießglas u. dgl. verordnet.Den Blick des Kranken fand ich jetzt wild, diePupillen erweitert, den Puls äußerst matt und lang-sam. Die Zunge war schwarz und trocken. DasFleisch erschlafft und welk, und er zitterte am ganzenKörper.Ich ließ ihm spanische Fliegen auflegen, und ver-ordnete eine Auflösung von China=Extract und Cam-pher in Lindenblüthwasser. Zugleich setzte ich noch et-was Huxhanischen Wein hinzu, um auf die Hautge-säße zu wirken.Zum Getränk gab ich die Vitriolsäure mit Him-beersyrup und Gerstenschleim.Dem Kranken war aber hievon sehr wenig einzu-bringen; und wie ich aus den vorliegenden Receptensahe: so gebrauchten die Verwandten, die von demWundarzt verordnete Emulsion mitunter.Den