63seine vorige Lebhaftigkeit und Munterkeit verlohrenhabe.Ich verordnete ihm ein Brechmittel und 5 GranBrechweinstein in zwey Unzen Wasser aufgelößt, wo-von er alle viertel Stunden so lange Löffelweiß neh-men sollte, bis einige Wirkung darauf erfolgt wäre.Und weil ich glaubte, die Ausdünstung möchte unter-drückt seyn, so verschrieb ich ihm eine Auflösung vonSalmiak mit Campher und arabischen Gummi in Lin-denblüthwasser.Ob dieses letztere Mittel nicht nach seinem Ge-schmack war, oder aus welcher anderen Ursache,weiß ich nicht: aber er nahm gleich nachher zu einemhiesigen Wundarzte seine Zuflucht. Das Brechmittelhatte er indeß mit Wirkung genommen.Seit einigen Tagen hatte ich nichts von diesemKranken gehört, als ich von ohngefehr den 20. anseinem Hause vorbey kam, und ein fürchterliches Ge-schrey darin mich aufmerksam machte.Der Kranke, den man wahrscheinlich allein gelas-sen hatte, war in einem Anfalle von Raserey auf denGedanken gerathen, sich aus dem Fenster zu stürzen.Er
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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