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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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62Mittel, weil selbiges nicht allein die Absonderung derSäfte in den Gedärmen bewirkte, sondern auch,eingesogen, eben dieselbe Wirkung auf alle übrige Ab-sonderungswerkzeuge hervorbrachte. Und hierin be-stehet der eigentliche Vorzug dieses Mittels; sein Ge-brauch wird besonders alsdann sich von dem größtenNutzen zeigen, wenn der Krankheitsstoff sich aus demKörper scheiden soll: denn in keinem Falle vermö-gen die antiseptischen Mittel dieses allein zu bewir-ken.Jetzt der versprochene dritte Fall: Ich wähle hie-zu die Geſchichte eines Kranken vom vorigen Sommer,das ist vom Sommer 1791, welche mir vor andern,wegen der dabey vorgekommenen besondern Umstände,im lebhaftesten Andenken geblieben ist.Peter Scherfen, ein Gastwirth zunächst der Stadtvor dem hiesigen Flingerthor wohnhaft, ein Mann voneinigen und dreyßig Jahren, langer hagerer Leibes-statur, klagte mir am 17. Junio, daß er über 8 Tagelang eine ungewöhnliche Mattigkeit in allen seinenGliedern fühle, daß er einen faulen Geschmack habe,und sein Appetit gänzlich erloschen sey; daß, ohngeach-tet er keinen Druck auf der Brust empfinde, derAthem ihm dennoch beschwerlich falle, und daß erseine