61Diese Absonderung gieng den 7. August noch stär-ker vor sich, und den folgenden Tag war beynahekeine Spur davon mehr sichtbar.Auch dieser Kranke hatte also das Calomel, undzwar vier Tage hindurch, jeden Tag 12 Gran aufeinmal, nicht allein ohne alle üble Folgen, ohne diegeringsten beschwerlichsten Zufälle; sondern mit an-genscheinlicher täglicher Erleichterung genommen: sodaß er seine Rettung diesem Mittel hauptsächlich ver-dankt. Mit anfangender Besserung hörte ich auf esbey ihm zu gebrauchen.Man siehet hieraus, daß, ohngeachtet dieses einogenanntes gastrisches faulichtes Fieber, das ist, einaus verdorbenen und faulichten Säften der Ver-dauungswerkzeuge und der Galle entstandenes Faul-fieber war, dennoch die häufigen gewöhnlichen Brech-und abführenden Mittel nicht hinreichten, die Hef-tigkeit der Krankheit zu hemmen, daß ohngeachtetdieser Mittel, die das Faulfieber gemeiniglich beglei-tenden Zufälle, sogar die Aphthen, sich einstellten;und daß, da dieses natürlicherweise von dem aus demUnterleibe in die Blutmasse eingesogenen faulichtenStoffe herrührte, sich das Calomel weit wirksamerbewies, als die zuvor angewandten abführendenMittel,
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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