60An diesem Tage äusserte sich bey dem KrankenHalsweh und eine Beschwerlichkeit im Schlingen;und als ich die Ursach davon untersuchte, fand ich denganzen Hals mit Aphthen besetzt, hierzu gesellten sichSingultus, und alle ebenbenannte Zufälle verschlim-merten sich, denn der Kranke phantasierte entwederoder lag in einem betäubenden Schlummer.Ich gab hierauf dem Kranken das Calomel, undzwar jeden Tag des Morgens zu 12 Gran, welchesden Leib bloß offen erhielt, oder höchstens zwey mäßi-ge Stüle täglich bewirkte; übrigens brachte es einegroße Erleichterung der Zufälle zuwege.Des Tages hindurch ließ ich als fäulungswidri-ges Mittel, das Extr. cort. per. solubil. und den Cam-pher ziemlich häufig brauchen. Zugleich verordneteich den Succ. expr. dauci mit Honig zum Ausspritzendes Halses, und eben diesen Saft ohne Honig, zumGetränke.Mit jedem Tage nahm hierauf die Besserung zu.Den 6. August erfolgte ein Schweiß; die Trockenheitder Zunge nahm ab, und die Aphthen fingen an sichabzusondern.Dieſe
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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