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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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54doch fand ich den Kranken des Abends etwas munte-rer, auch schienen die Theile des Mundes nicht mehrſo trocken.Am 20. früh ward ihm ein Pulver aus 14 GranCalomel gereicht, welches eine Oefnung bewirkte.Den Tag hindurch gab ich ein starkes Fieberrinden-Decoct mit Campher und etwas Huxhamschen Wein,um zugleich auf die Hautgefäße zu wirken. DasSpritzen wurde fortgesetzt, die Aphthen fingen an sichabzusondern, und das Niederschlucken ging leichtervon statten.Den 21. gab ich China=Decoct mit Campher, mitdem Extract der gemeinen Camille und Enzianwurzelversetzt. Diese bittern Extracte, welche sich in Faul-fiebern vorzüglich fäulungswidrig beweisen, gebraucheich wenn die Kräfte fehlen, und der Puls nicht aus-serordentlich geschwind schlägt.Die Aphthen sonderten sich noch mehr ab, undder Puls hob sich.Zom 21. auf den 22. Aug. hatte der Kranke wie-der eine üble Nacht; er bekam daher am 22. noch einPulver aus 16 Gran Calomel. Darauf erfolgteneinige