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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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53Ohngeachtet nun der Husten sich minderte, dieStiche nachließen, und das Athemholen nicht mehrso ängstlich war; so fand ich dennoch am 18. Augustdie Zunge trocken, das Fieber sehr heftig, den Blickwild und starr. Der Patient fantasirte. Alle Symp-tomen zeigten mir an, daß ich jetzt allein mit einembösartigen Faulfieber zu thun hatte.Ich verordnete antiseptische Mittel aus China undCampher, sehr haͤufig; und ließ den Campher auchin Clyſtieren beybringen.Den 19. hatte der Kranke einen betäubendenSchlummer, aus welchem er mit der aͤusserſten Muͤhezu ermuntern war, und die Lippen, die Zunge und derganze Gaumen, waren mit Aphthen überzogen. DasSchlingen war hoͤchst beschwerlich, er konnte nur we-nig herunterbringen. Dabey fand sich ein Schluchzenein.Ich ließ den Hals mit einem Saft aus gelben Rü-ben mit Honig fleißig ausspritzen, und verordnete am19. Aug. des Morgens zwölf Gran Calomel mit etwasZucker.Dieses Pulver hatte zwar keine Oefnung bewirkt;dochD 3