52klein und schnell. Der Patient redete etwas irre,und sahe entstellt aus. Die Haut war brennend undtrocken. Uebrigens fanden sich keine Zeichen von Vedorbenheit in den ersten Wegen; der Leib war frey,auch hatte der Kranke keinen bittern und übeln Ge-ſchmack auf der Zunge, noch Reiz zum Erbrechen.Ich erkannte ein bösartiges Fieber mit einer rhevma-thischen Lungenentzündung verbunden, und verordne-te am 13. August eine Mixtur aus Salmiak mit ara-bischem Gummi, dazwischen ließ ich alle 3 Stunden4 Gran Campher nehmen. Die Brust wurde ihm mitder flüchtigen Salbe mit Campher versetzt, fleißiggerieben, und auf den Ort, wo er den Stichfühlte, wurde ein großes spanisches Fliegenpflastergelegt. Zum Getränk bekam er Gerstenwasser mitEszig und Honig.Drey Tage gingen ohne merkliche Veränderungvorüber; den 15. Aug. fing der Husten an sich mehrzu loͤsen, und die Stiche ließen nach. Ich verbandmit dem Campher den Mineral=Kermes, um die Ab-sonderung sowohl durch die Lunge als durch die äussereHaut, noch besser zu bewirken; dazwischen ließ icheinen Absud aus der Polygala Senega mit dem Sal-miak versetzt, alle zwey Stunden nehmen. DerLeib ward mit Clystiren offen erhalten, und das Ge-tränk fleißig gereicht.Ohnge⸗
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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52
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