51Jetzt begnüge ich mich blos aus meiner eigenen Praxis,die drey oben erwehnten Fälle zu beschreiben, worindas Calomel so auffallend wichtige Dienste geleistethat.Ich könnte dieser Fälle noch mehr anführenwähle aber diese drey, weil die Personen, die in diesenFällen durch das Calomel vom Tode gerettet worden,hier allgemein bekannt, und noch im Leben; auch alleverordnete Formeln noch vorhanden sind, so daß dieseFälle, wenn es meinem Gegner gefallen sollte, sie alsunächt zu bezweifeln, gerichtlich untersucht, und beei-diget werden können.Der erste dieser drey durch das Calomel gerettetenKranken, ist der hiesige Professor der Entbindungs-kunst, Herr Strein; ein Mann, der bey seinem be-schwerlichen Amte, sehr oft nächtlichen Erkältungenausgesetzt ist. Er war damals einige 40 Jahr altist etwas länglichter und magerer Statur. Den 8.oder 9. August des Jahres 1789 verfiel derselbe nacheinigen hinter einander erlittenen nächtlichen Erkältun-gen, in ein sehr heftiges Brustfieber mit Seitenste-chen, trockenem Husten, und heißem und kurzemAthem. Als ich zuerst zu ihm gerufen ward, hatteer schon zum drittenmale zur Ader gelassen. Der Hu-sten war indeß noch heftig; der Athem kurz und ge-schwind; der Auswurf fehlte. Der Puls war weich,kleinD 2
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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