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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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45greifende und zerstörende Eigenschaft, so müste es diesenothwendig in solchen Fällen, und bey so starken Ga-ben äussern.Will man mit dem Calomel andere Absichten er-reichen, und soll es blos eingesogen werden, um aufandere Gefäße und Absonderungsorgane zu wirken,so giebt man es in einer weit geringeren Gabe, da-mit es keine Abführung bewirke, und nicht auf dieseWeise zu schnell wieder fortgeschaft werde. Bey Kin-dern zum Beyspiel, welche das Pockenfieber haben,und wo ich, um eine dienliche Vereiterung der Blat-tern zu befördern, blos auf die Gefäße der Haut wir-ken will, bediene ich mich dieses Mittels nach demAusbruche und in dem Zeitraum der anfangendenEiterung, zu wenigen Granen täglich 2mal, und ichsehe alsdenn daß es die Absonderung durch die Hautbefördert, den Umlauf durch dieselbe erleichtert, undvorzüglich in bösartigen Blattern, welche nicht eiternwollen, die Eiterung glücklich zuwege bringt. Auchleistet das Calomel aus eben dieser Ursach in Schar-lachfieber, selbst in dem bösartigsten, die treflichstenDienste. Nach dem Gebrauche dieses Mittels habeich nie die sonst so gefährliche zweyte Epoque desScharlachfiebers bemerkt; und ich werde meine darü-ber gemachten Beobachtungen dem Publiko zu seinerZeit