die Substanz der Fasern angreift und zerstöret. Diebeyden ersten Wirkungen sind zu oft der eigentliche undbestimmte Zweck der Arzneymittel, als daß sie an undfür sich schädlich genannt werden könnten. Es ist alsovon der letzten Wirkung hier ganz allein die Frage.Daß aber das Calomel die Substanz der festenTheile angreife und zerstöre, hat wohl noch nie einMensch bey gesundem Verstande im Ernste behauptet.Wir geben Kindern von eins, zwey, drey Jahren inden Blattern, bey Würmern und in so vielen andernKrankheiten, ohne den mindesten Schaden, dieseMittel. Gemeiniglich giebt man einem Kinde zumAbführen so viel Gran, als es Jahre alt ist. EinKind von vier Jahren bekömmt also vier Gran Ca-lomel in einer Gabe. Wenn dieses Mittel die festenTheile anzugreifen und zu zerstören vermögend wäre,würde dieses nicht bey einem solchen Kinde weit eherals bey einem Erwachsenen geschehen? Wenn manaber mit diesem Mittel einen Erwachsenen purgirenwill, so reicht man ihm eine Gabe von 12, 16 bis zu24 Grau, und zuweilen darüber.Alles was darauferfolgt, sind einige Stüle, wobey man seltener wiebey den meisten andern abführenden Mitteln, Schmerzen im Unterleibe bemerkt. Hätte aber das Calomelirgend eine, die Fasern des menschlichen Körpers an-grei⸗
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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