43daß man Erfahrungen, woraus dies nothwendigfolget, beybringe. Ich sage nothwendig folgt:weil alle andre Ursachen, die neben dem Calomel zurAuflösung des Blutes beytragen können, von der Er-fahrung, damit sie rein sey, abgesondert werden müs-sen. Bis jetzt ist noch keine einzige solche Erfahrungvorhanden; wohl aber giebt es Erfahrungen für dieentgegengesetzte Behauptung: denn welchem Arzt undWundarzt, der viel Mercurialmittel, sowohl in derLustseuche als in andern Krankheiten verordnet hat,iſt nicht oft die Beobachtung aufgeſtoßen, daß dasBlut dieser Kranken, ohngeachtet der von ihnen langeund anhaltend genommenen Mercurialmittel, eineeben so gute Consistenz und Mischung hatte, als dasBlut eines Gesunden?Wenn aber das Calomel in Faulfiebern die Auf-loͤsung des Blutes und der Säfte nicht vermehrt,folglich auch die Fäulniß derselben nicht befördert: soist es vielleicht durch seineWirkung auf die feſtenTheile schädlich? Auch dieses will ich untersuchen.Alle Wirkung eines Mittels auf die feſten Theilebestehet darin, daß selbiges entweder die Empfindlich-keit und Reitzbarkeit der Fasern vermehrt, oder dieseEmpfindlichkeit und Reitzbarkeit vermindert, oder aberdie
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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