Druckschrift 
Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
Seite
34
Einzelbild herunterladen
 

34Erfahrung entweder mangelhaft, oder genau undrichtig befunden wird.Ein größeres Recht hat der Arzt ein noch nichtallgemein übliches Mittel zu gebrauchen, wenn dieWirkungen dieses Mittels durch die Erfahrungen an-derer Aerzte schon bestätiget sind; und sein Rechtwächst mit der Anzahl der Erfahrungen, und mit demGrade der Genauigkeit der dabey angestellten Beob-achtungen und Prüfungen.Auch hat der Arzt nicht minder das Recht, einsolches in gewissen Krankheiten bewährt gefundenesMittel, auch in andern Krankheiten anzuwenden, wonemlich die Krankheitsursachen dieselbigen bleiben, ob-gleich in den Erscheinungen und Zufällen dieser Krank-heiten einige Verschiedenheit herrscht, nur dürfen ineinem solchen Falle keine offenbare Gegenanzeigen denGebrauch des Mittels untersagen. So verhindertdem Arzte nichts, die Fieberrinde sowohl in dreytägi-gen als viertägigen Fieber eben so gut als in alltaͤgli-chen, ja sogar in solchen Fiebern anzuwenden, wonur ein Nachlaß, ohne gänzliches Aufhören einesFieberanfalls vorhanden ist. Genug er weiß, dieMaterie des Wechselfiebers hat einerley Ursache, ob-gleich die Menge dieſer Materie, oder ihr Sitz, oderder