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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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28die bösartigeBräune eine Menge Menschen zuNeuyork wegrafften, er zu einem Frauenzimmergerufen worden sey, die große Geschwüre anden Mandeln hatte. Ihr Schlund war entzündetund feuerroth, das Schlingen sehr beschwerlich; derOthem aber frey. Dabey hatte sie sehr heftigesKopfweh, einen schweren Puls, eine schmutzigeZunge mit bitterem Geschmacke; ihre sehr heisse undtrockne Haut war hin und wieder, mit einem kleinenfrieselartigen Ausschlage besetzt. Man gab Ausleerungen, und die gewoͤhnlichen antiseptischen Mittelohne die mindeste Besserung. Die Kranke wardtaͤglich schlimmer, und bekam noch überdies einensehr starken Durchfall. In diesen Umständen schlugDr. Rugden, ein alter erfahrner Arzt von Long-Island das Calomel vor, und zwar nicht mit demTone, mit dem man in zweifelhaften Fällen einzweifelhaftes Mittel vorschlägt; er empfahl es alsein zuverläßiges Mittel, und versicherte, daß,wenn eine Salivation erregt werden könnte, wozuaber in diesen Fällen starke Dosen Calomel erfordertwürden, die Kranke gerettet werden würde. Mangab ihr also starke Dosen Colonel, nebst etwasMohnsaft, um das Purgiren zu verhüten, und ließnebenher einen Aufguß von Serpentaria mit Wein-molken und etwas Citronenſaft trinken. Die Sali-vation