Druckschrift 
Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
Seite
27
Einzelbild herunterladen
 

27zum Grunde lag, mit glücklichem Erfolge zu bedie-nen. Im Jahr 1780 fand ich zuerst diese Erfahrungin Richters Chir.Bibl. B. 5. S. 737 u. folg. angeführt,und ich halte es in mehr als einer Absicht für gut,die ganze Stelle meinen Lesern hier woͤrtlich vorzule-gen. Sie ist aus dem Auszuge eines Schreibens ausNeuyork von Herrn D. Michaelis genommen, und lau-tet also:Sie wissen wie sehr Lettsom das Quecksilber infaulen Krankheiten, vorzüglich auch in faulen Blat-tern empfielt. Da diese Idee meine bisherige Theo-rie so geradezu vor den Kopf stieß, achtete ich wenigdarauf. Wir hatten diesen Herbst, der vorzüglichnaß war, unter den Einwohnern von Neuyork hinund wieder brandige Bräunen. In einem sehr ge-fährlichen Falle schlug D. Bailey Calomel vor. Ichwidersetzte mich diesem Vorschlage; da er mir aberzuverläßig versicherte, daß der Kranke davon kom-men würde, wenn er eine Salivation erregen könn-te, so willigte ich endlich ein. Calomel ward ge-geben, es erfolgte eine Salivation, und der Krankeward gerettet.Eben dieser D. B. erzählte mir, daß vor fünfJahren, als die faulen Krankheiten, und vorzüglichdie