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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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26Damals behandelten viele Aerzte der dortigenGegend diese Krankheit noch durch Aderlässe, schweiß-treibende und absorbirende Mittel. Dagegen ver-schrien sie die Brechmittel, säuerliche Abführungen,die Rinde und den Campher. Ich achtete nicht aufihr Geschrey, gab die zuletzt genannten Mittel, undhatte das Glück, die meiste Kranken zu retten. Inunsern Tagen ist die Heilungsart, deren ich mich da-mals bediente, allgemeiner geworden, und selbst dermittelmäßigste Arzt wird jetzt in der angeführtenKrankheit die Mittel nicht mehr anwenden, die zu je-ner Zeit bey den meisten alten Aerzten, besonders inkleinen Städten, noch üblich waren. So siegen Er-fahrung und Zeit nach und nach über herrschende Vor-urtheile. Den Gebrauch des Calomels in faulichtenKrankheiten kannte ich damals noch nicht; ich hienevielmehr noch der Meynung an, die selbst noch heutzu Tage von vielen Aerzten gehegt wird, daß dieQuecksilbermittel dasBlut aufzuldsen vermöchten, undwar also weit entfernt von diesen Mitteln eine wohl-thätige Wirkung in Faulfiebern zu erwarten.Indessen hatte man in einem andern Welttheile,in Westindien, angefangen sich des versüßten Queck-silbers in der faulichten Bräune, und in andern Krank-heiten, wo faulichter, besonders aber gallichter Stofzum