Druckschrift 
Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
 

22a) Daß ich den Gebrauch des Calomels mei-nem Gegner bey der ersten Consultation verschwie-gen. Und:b) Daß ich durch den Gebrauch desselben, unddurch die gereichte starke Gabe von 4 Gran, denTod meines Patienten beschleunigt habe.Was das erste, nemlich das Verschweigen vondem Gebrauche des Calomels betrift, so habe ich schonim Vorhergehenden genug darauf geantwortet, undich kann hier weiter nichts als das offenherzige Ge-ständniß wiederholen, daß ich nicht gefühllos genugfür die ängstlich besorgte Verwandte des Kranken,noch für meine Ehre, und die Ehre der Arzneywis-fenschaft war, um meinem Gegner ganz unnöthigerWeise eine Confidenz zu machen, von welcher ich(was auch die Folge lehrte) voraussah, daß sie sichnur mit einem unangenehmen Wortwechsel endigen,und wahrlich! eben dadurch nicht sehr geschickt seynwürde, den Umstehenden eine höhere Meynung ent-weder von unserer Kunst, oder auch von einem vonuns beiden Aerzten; geschweige denn von allen beiden,beyzubringen.Die zweyte in dem letzten Vorwurfe enthalteneBeschul-