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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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18darunter gefunden. Wohl aber haben Sie demKranken Calomel, und zwar in einer solchen Dosigegeben, daß dadurch das Leben desselben ist verkürztworden. Ist es erlaubt, ein so heftiges und gifti-ges Mittel einem Faulfieber=Kranken zu reichenSie lehnen alle Conſulten mit den hieſigen Aerztenvon sich ab, und ziehen in wichtigen Fällen blosauswärtige zu Rathe; aber diese Gelegenheit sollmich an Ihnen rächen. In eben diesem Tone fuhrer fort mich zu fragen:Ist es erlaubt, in Zeit vonsieben Tagen fünfzehn Recepte in einer Krankheit zuverschreiben? und sagte: dieses wäre ein Zeicheneines schlechten Arztes. Auch machte er mir den Vor-wurf:Ich suchte nur aufklärerischen Neuerungenin der Medicin nachzugehen, die nichts heißen woll-ten; er läse dergleichen unnützes Zeug, was heuti-ges Tages zum Vorschein komme, auch; aber erhüte sich wohl davon Gebrauch zu machen, son-dern halte sich an Hippocrates, Galenus, Boer-have, van Swieten und de Haen. Ich aber dünkemich klüger, als alle diese.O ihr Manen jener ehrwürdigen Männer, derenNamen hier gemißbraucht wurden, um einer ſteiſen An-hänglichkeit an allem, was nur alt ist, das Wortzu reden: wie sehr vergaß man, daß auch Ihr zu Eu-ren