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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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14daß er nicht mehr helfen kann, so fällt auch aufder Seite des ersten die Verbindlichkeit weg, von sei-nem Verfahren und von den Mitteln, die er ge-braucht oder nicht gebraucht hat, dem zweyten voll-ständige Rechenschaft zu geben, und wenn es Fällegiebt, wo er dies demohngeachtet aus Delicateſſe undzur Beruhigung der Verwandten des Kranken thut,so giebt es auch andere Fälle, wo ihm eben dieseDelicateſſe, und die Beruhigung der Verwandten,das entgegengesetzte Verfahren zu einer Art von Pflichtmachen.Obgleich ich also keine Ursache zu haben glaubte,meine verordneten Mittel geheim zu halten, und ichsie dem Herrn Odendahl, ohnerachtet er den Krankenfür unheilbar erklärt hatte, zum Ueberfluß ohne allesBedenken nacheinander hernannte; so verschwieg ichihm dennoch, eben weil jetzt der Kranke von ihmwürklich für unheilbar erklärt war, gleichfalls ohnealles Bedenken, den Gebrauch des Calomel, weilich die Verschiedenheit unserer Meynung, in Absichtdieses Mittels bey gegenwärtiger Krankheit kannte,und keinen Beruf in mir fühlte, vor dem Betteeines Sterbenden, einen unnützen, vielleicht lächer-lichen Streit zu führen, von dem voraus zu sehenwar,