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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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12Auf das Zureden meiner Freunde, und um nichtbey den Verwandten des Kranken, die unser beidersei-tigesVerhältniß nicht wissen konnten, mich in denVerdacht des Eigenſinns zu bringen, gieng ich dies-mal von der bis jetzt von mir befolgten Regel ab,und fand mich zur gesetzten Grunde ein, um mitHerrn Odendahl (dies ist der Name jenes Arzteswelcher auch Director des hiesigen medicinischen Col-legii ist) mich zu berathschlagen.Herrn Odendahl fand ich in einem der unternZimmer des Gasthofes, und er sagte mir sogleich beymeinem Eintritt ins Zimmer: er habe meinen Patien-ten besucht, und fände alle Hülfe vergeblich, da der-selbe sterbend, und ohne Hofnung wäre; bat michaber dennoch mit ihm noch einmal gemeinschaftlichzu dem Kranken zu gehen. Wir besuchten also denKranken zusammen, und er wiederholte mir in Ge-genwart desselben und der Umstehenden, daß keineHofnung zur Genesung übrig wäre.Wenn man die Frage aufwirft: Warum man zueinem gefährlichen Kranken ausser dem ersten nocheinen, oder mehrere Aerzte ruft? so erfolgt natürli-cher Weise die Antwort: weil man den Rath unddie Hülfe noch eines andern Arztes verlangt. Glaubtdieser