11gebenen Mittel verschluckte er schon seit 24 Stundenselten, sondern spie sie, oft eine halbe Stunde nachdem Einnehmen, wieder aus dem Munde. DerPuls nahm ab und setzte zuweilen aus, die Krank-heit näherte sich dem Tode.In der Nacht vom 17. auf den 18. hatte sich dasUebel noch verschlimmert; ich fand des Morgens denPuls aussetzend, den Kranken im Schlummer, dasGeſicht verfallen.Gegen 10 Uhr Vormittages ward durch die Ver-anstaltung eines hiesigen Officiers, hinter meinemRücken, ein anderer Arzt herbeygerufen, von wel-chem stadtkundig ist, daß er mit vieler Anhaͤnglichkeitmedicinischen Grundsätzen folgt, und eine Heilart hat,die meinen Grundsätzen und meiner Heilart in manchenStücken geradezu entgegen laufen; und aus diesemGrunde hatte ich bisher, um vor dem Krankenbetteden Umstehenden keine lächerliche, den Arzt erniedri-gende Farcen zum Besten zu geben, alle Berathschla-gungen mit diesem Manne sorgfältig vermieden. Erwar gekommen, da ich nicht zugegen war, hatte so-gleich ohne mein Vorwissen dem Kranken SpanischeFliegen auflegen lassen, und mich um drey Uhr Nach-mittages zur Consulte mit ihm beschieden.Auf
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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