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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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10Am Tage versäumte ich nicht so viel antisep-tische Mittel in den Körper zu bringen, als es mirmöglich war. Ich ließ das Decoct (Nro. 13.) derRinde mit der Serpentaria versetzt sehr concentrirtnehmen, weil der Kranke nur wenig schlucken konnte.Die schleimiche Kampfer=Emulsion nahm er nur mitTheelöffeln. Auf den Unterleib ließ ich Umschlägeaus China mit Kampfer legen, und dasselbige Mit-tel alle 2 Stunden, jedesmal eine Chocoladetasse vollim Clystier beybringen. Zum Ausspritzen des Mun-des, und auch als Getränk bekam er den Succ. recent.Danci, um zugleich die verdorbene aphtöse Haut los-zuweichen.Das Calomel brachte erst am 17. des Nachmitta-ges, nachdem der Kranke vom 16. des Morgens frühan, bis den 17. des Vormittages, drey nach der For-mel Nro. 14. verfertigte Pulver genommen hatte (denndas vierte den Mittag gereichte Pulver war, wie alle an-dre Arzney nicht mehr herunter zu bringen, weil es derKranke wieder ausspie), einige sehr stinkende Stüle zu-wege, und der Anfang der Absonderung der Aphten er-folgte; aber bey dem Kranken, welcher immer desMorgens früh, bey seinem Erwachen aus demSchlummer phantasirte, vermehrte sich heute dieSchläfrigkeit, er war kaum zu ermuntern. Die ge-gebenen