Mit dem Gebrauche dieser Mittel gieng es etwasbesser= doch konnte ich dem Kranken davon nicht soviel als ich verordnete, beybringen, und er nahmnur Eßlöffel weise, was er mit Theeschaalen zu neh-men hatte. Das Rivierische Mittel im Aufbrausen,war durchaus nicht mehr anzubringen, und zumGetränk wollte der Kranke nichts als Gerstenschleim,und mitunter etwas Rheinwein, welches er denn auchbekam.Indessen bemerkte ich, daß der Leib aufgetrie-ben blieb, daß die Kräfte immer mehr abnahmen,und daß der Urin und Stuhlgang ohne Wissen desKranken abgiengen. Da die antiseptischen Mitteldurch den Mund nicht so häufig angebracht werdenkonnten, so blieben mir die Wege der Einsaugungallein übrig, und ich gab sehr fleißig die Clystiere Nro.10. und die äusserlichen Umschläge Nro. 11. Auchversuchte ich noch einmal die Vitriolsäure unter Ger-stenschleim, aber auch diesmal wieder vergebens,weil sie der Kranke durchaus nicht mehr nehmenwollte.Die Nacht vom 15. auf den 16. war sehr unru-hig; der Puls war geschwinder, auf dem Leibe zeig-ten sich hin und wieder kleine rothe Petechien. DieA 4Zun-
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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