Druckschrift 
Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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Am Mittwoch, den 14. September, früh, fandsich etwas Schweiß ein, der Urin aber fehlte, undich entdeckte wieder eine große Neigung zum Schlum-mern. Der Puls war klein und geschwind, der Athemtief, die Zunge nicht so trocken als gestern; aber dieKräfte hatten sich vermindert.Ich ließ das China=Decoct mit dem Kampferfortbrauchen, und da die Stüle nicht mehr folgten,gab ich auch die antiseptischen Clystiere aus Kam-pfer, nach der Formel Nro. 7. Diese bekam er in24 Stunden dreymal; zum Getränke bekam der KrankeGersten=Decoct mit etwas Rheinwein, welches ernicht verweigerte; auch nahm er wohl zuweilen einenhalben Eßlöffel voll Rheinwein unvermischt, das Ein-zige was man ihm noch beyzubringen vermochte.Die Nacht vom 14. auf den 15. war erträglich.Gegen Morgen hatte der Kranke wieder Reiz zumErbrechen, und weigerte die Arzney. Da ich in-dessen in der Rinde und dem Kampfer, als den vor-züglichsten Fäulungswidrigen Mitteln, meine Zufluchtsuchte, so verordnete ich ein jedes dieser Mittel fürsich, nach den beiden Formeln 8. und 9. und ließ da-mit alle Stunden abwechseln.Mit