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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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michtem Gerstenwasser, und weil ihm auch dieserTrank zuwider war, so machte ich mit der Vitriol-säure noch verschiedene andere Versuche, damit derKranke sie nehmen möchte, aber vergebens.Eben so gieng es mit demWeineßig, und ichsahe mich bald ausser Stand, ihm irgend eine Säure,sie mochte vegetabilischer oder mineralischer Art seyn,in irgend einer Form beyzubringen.Der fortgesetzte Gebrauch der fixen Luft Nro. 5.mit dem China=Decoct Nro. 3. abgewechselt, hobindeß den Reiz zum Erbrechen nicht, obwohl bey die-sem nichts als die blosse Arzney wieder kam. Ichverordnete daher, um diesen Reiz zu heben, 2 bis3 Tropfen Laudanum liquidum unter jede Gabe desChina=Decorts: der Reiz ward dadurch gehemmt,und ich hörte, nachdem der Kranke zwey= oder drey-mal davon genommen hatte, wieder damit auf.Soweit bis Dienstag, den zweyten Tag nach mei-ner Behandlung, und den neunten der Krankheit.Diesen Abend schienen die übrigen Symptome ganzleidlich; in der Nacht aber vermehrte sich das Fieber,die Zunge ward wieher trocken, es erfolgten die Nachthindurch einige wässeriche Stüle ohne Geruch, derKranke war unruhig.Am