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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
Entstehung
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Am folgenden Tage, den 13. September, schiender Kranke etwas erleichtert. Das Athmen warfrey; der Puls noch immer fieberhaft, doch gleich-foͤrmig, und die Zunge war am vordern Theil nichtmehr so trocken als den Tag zuvor; der bittere Ge-ſchmack hatte nachgelassen, indeſſen blieb ein Reizzum Erbrechen zurück, und ein verordnetes China-Decoct (Nro. 3.) ward, so oft er davon genommenhatte, ganz rein, und ohne die geringste Veränderungwieder ausgebrochen.Ich verordnete gegen diesen Reiz zum Erbrechendie fixe Luft, oder das sogenannte Rivierische Tränk-chen im Aufbrausen von 20 Gran reines Laugensalzmit 40 Tropfen Vitriolgeist in jeder Dosi, und ließdazwischen alle drey Stunden das Decoct von Chinanehmen, so, daß der Kranke von jedem alle drey Stun-den bekam.Ich ließ ferner das Gersten=Decoct etwas schlei-michter machen, um den Reiz zum Erbrechen einwenig zu mindern; zugleich ließ ich diesem Decoctetwas Citronensaft beymischen; allein der Kranke warddieses Getränks bald müde, er erklärte, die Citronenseyn ihm zuwider. Ich gab also statt dieser Säuredie Vitriolsäure mit Himbeersyrup (Nro. 4.) in schlei-michtem