fen, und schien wie betäubt. Die Zunge war amvordern Theil etwas trocken, und hatte einen gelb-lichten Ueberzug, der Geschmack war bitter, unddie Stüle waren dünn, gallicht und stinkend.Ich erklärte den 12. September die Krankheitfür ein fäulichtes Gallenfieber, und verordnete dasDecoct von Tamarinden nach der Formel Nro. 2.und zum Getränk ein Gersten=Decoct mit Weinstein-Rahm. Sobald der Kranke einmal von dem DecoctNro. 2. genommen hatte, erfolgte ein Erbrechen vonetwas grünlichter Galle, mit vielem Schleime vermischt.Um also den Magen von dem noch darin befindlichengallichten Stoffe zu befreyen, gab ich, da der Krankenoch mehr Reiz zum Erbrechen fühlte, das Brech-mittel Nro. 1. und ließ davon alle viertel Stundeeinen Eßlöffel voll nehmen. Als dies noch keineWirkung that, ließ ich selbiges noch einmal wieder-holen, und es erfolgte hierauf eine viermalige Wir-kung von oben, nebst einigen stinkenden Stülen.Ich ließ das Tamarinden-Decoct, und das Ge-tränk aus Gerste mit Weinstein=Rahm des folgendenTages so lange fortsetzen, bis die Stüle aufhörtenzu stinken, welches auch bald erfolgte.A 2Am
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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