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Ein Blick hinüber übers Grab
Entstehung
Seite
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19wohl gemacht, warum nicht auch mit den Ihrigen?So ist die Teilnahme derer, welche daheim sind bei demHerrn, an dem Ergehen der Ihrigen nicht ein unruhigesSorgen, sondern ein vertrauensvolles Bitten für sie, eingläubiges Legen ihrer Geschicke in seine Hand. Wie weitsie dabei noch mit den Einzelheiten des äußern Ergehensder Ihrigen auf dem Laufenden bleiben, darüber habenwir kein Urteil. Es mag ja immerhin sein, daß entscheidende,wichtige Wendungen im äußern Lebensgang der Ihrigenauf irgend welche Weise zu ihrer Kenntnis kommen, aberferne sei es von uns, ihnen zuzumuten, daß sie um alleunsre Einzelheiten wissen, alle unsre Kämpfe und Mühsalemit fühlen und mit erleben sollen! Wollen wir's ihnennicht vielmehr gönnen, daß sie allem Wirrsal entnommenund zu ihrer Ruhe gelangt sind, um die sie sich auf Erdenja auch redlich haben mühen und des Tages Last und Hitzereichlich haben tragen müssen? Genügt's uns denn nicht,daß der Herr, unser Gott und Heiland, all unser Seufzenweiß und daß Er für uns sorgt und uns nahe ist? Hütenwir uns doch, über dem Wunsch, daß Geschöpfe, wennauch selige, an uns denken und von uns wissen, die Dank-barkeit dafür zu vergessen, daß Er immer an uns denktund von uns weiß, der uns alles sein will.Wichtiger als dies ist noch ein andrer Punkt, auf denich zum Schluß noch zu reden kommen möchte, nämlich:Giebt es nach dem Tode noch eine Weiterentwick-lung und Ausreifung, oder ist man so, wie manhinüberkommt, nach der einen oder andern Seite hin einfür allemal fertig? Nun, in sich fertig und abge-schlossen kann der Zustand, in den die Menschen alsbaldnach dem Tod eingehen, aus verschiedenen Gründen nichtsein. Ich denke hiebei nicht etwa nur an die Heiden, oderüberhaupt an diejenigen, welche auf Erden Mosen, diePropheten und den Sohn selbst ohne eigene Schuld nichtgehört haben, weil sie aus irgend einem Grund nicht hören