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Unsere Choräle : eine Festschrift zur Gedächtnissfeier des hundertjähringen Geburtstages ... B. C. L. Natorp
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45.lodieen, überhaupt wohl der bedeutendste Liederdichter der refor-mirten Kirche. Durch eine Predigt Theodor Undereyk's in Bremen,die er hören wollte, um sie zu verspotten, mächtig zur Buße erwecktin Frankfurt a. M. als Hauslehrer in Spener's Freundeskreiseingetreten, seit 1674 Rektor in Düsseldorf, wo er durch seineherzeindringenden Predigten und Erbauungsstunden den Zorn desorthodoxen reformirten Kirchenvorstandes wider sich erweckte unddeshalb zeitweise im Neanderthal sich aufhielt, wo die schönen Na-turlieder entstanden, 1679 als Prediger nach Bremen an die Seiteseines geistlichen Vaters Undereyk berufen, wo er jedoch auf's Neuebittere Feindschaft zu erdulden hatte, starb er schon am 31. Mai1680. Er hinterließ 71 Lieder unter dem Titel: A und QJoach. Neandri Glaub= und Liebesübung. Bunsen sagtvon ihnen: „Sie klingen in einem eigenthümlichen Tone, einereigenen Mischung von Erhabenheit und Gemüthlichkeit, von strengerHaltung und weichem Gefühle, von Formen und Bildern des altenund von den Schätzen des neuen innerlichen Bundes, so daß manihn den Psalmisten des neuen Bundes nennen möchte. Gleich Davidund Luther war er der Gesangsweisen mächtig wie der Worte.Wilh. Müller nennt seine Lieder „einfache, anspruchslose Stimmeneines Gemüths, das sich zu Gott gewendet und in ihm seineSeligkeit gefunden hat, ohne poetischen Glanz, aber warm undherzlich, biblisch in Sinn und Ausdruck und frei von unklarerMystik.“ Von ihm ist das Lied und die Melodie: „Wunder-barer König“, von dessen Melodie der Oberconsistorialrath Dr.Natorp zu sagen pflegte: sie ist auch eine wunderbare Melodieund die namentlich durch Tersteegen's feierliches und weihevollesLied: Gott ist gegenwärtig! für den Beginn unsrer Gottesdiensteeine so hohe Bedeutung erlangt hat. Nicht von Neander erfunden,aber doch sehr selbständig einer vorhandenen Melodie nachgebildetist die Melodie zu seinem Liede: „Lobe den Herren, den mäch-tigen König der Ehren 2c.“, — eine Melodie voll kräftiger Frischeund feurigen Aufschwungs, die wegen des subjectiven Tones desLiedes namentlich zur häuslichen Feier sich eignet. Der später sobeliebte Arienstyl zeigt sich schon in dieser Melodie, aber doch inreinerer, ernsterer Gestalt und noch nicht zu stark weltlich gefärbt. Undeinen noch classischeren Ton schlägt Neander in der Melodie: „Unser