3. KAP.
Heroenheiligtümer — Agon
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Rache des Heros Anagyros an einem Landmann, der seinen heiligen Hain umgehauenhatte, beweist 51 .
An den Heroenkult knüpften sich die Wettspiele; ursprünglich Spiele zur Leichen-feier, wie sie schon Homer kennt, wurden sie nun jährlich an den Festen der Heroenwiederholt. ,,Im Heroenkult hat die für griechisches Leben so eigen charakteristische,als Schule des Individualismus, der Griechenland groß gemacht hat, bedeutende Einrich-tung des Agon seine
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dings sind die höchstenAgone in geschicht-licher Zeit Göttern zuEhren abgehalten wor-den , doch scheinenauch sie erst nachträg-lich von Heroenspielenzu höherer Ehre, zuGötterspielen erhobenworden zu sein. Ge-rade um ganz Grie-chenland zusammenzu vereinigen, mußtestatt des lokalen Herosein hoher Gott ein-treten, der den Wett-spielen auf seinem Ge-biete Gastrecht ge-währte. Denn in denheiligen Hainen fan-den die Agone statt.Auf dem Isthmus lagder heilige Hain desPoseidon, ein Teilwar mit hochragen-den Fichtenstämmenin großer Zahl undstrengster Ordnung
bepflanzt, der andere, in dem die Spiele der Athleten stattfanden, mit Statuen derSieger geschmückt 52 . Selbst Wagenkämpfe konnten in dem Temenos eines Gottes statt-finden: Im Heiligtum des pagasaeischen Apollo, das der Dichter ausdrücklich heiligerHain nennt, besiegt Herakles den Aressohn Kygnos 53 .
Von Anfang also waren die heiligen Haine der Heroen und Götter der Schauplatzfür die Wettspiele. Pindars dritte olympische Ode schildert den Vorgang'allerdingsin leicht erklärlicher Umkehrung. Pindar besingt hier die Einsetzung der Wagenspieleim Hippodrom durch Herakles: Der Heros überschaut das öde Gefilde, das, ein„nackter Garten", in dem kein Baum grünt, versengt von den Strahlen der Sonne
Abb. 52Jüngling voreinem Tempelmit heiligemBaum opfernd.HellenistischesRelief
Nach Schreiber
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