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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
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Streit um den Architektengatten

16. KAP.

neuten Kämpfen erworben hatte und in deren Besitz das XIX. Jahrhundert zeit-weilig zu schlafen schien. In diesem Zeichen konnten die Anhänger des architek-tonischen Gartens sich getrost zum Siege anschicken. Es zeigte sich auch bald, daß dieArchitekten und die andern Künstler, die sich ihnen schnell anschlössen, sich im Sturmedas Publikum in England erobert hatten. Es war umsonst, daß der bedeutendste unterden Gegnern, der verdienstvolle Landschaftsgärtner William Robinson, sofort miteiner heftigen Entgegnung auf den Plan trat:Gartenplan und Architektengärten.Zwei Revuen, die zeigen sollen .... daß Beschneiden und Formen der Bäume, um sie in

Abb. 625

Penshurst,

Plan der Gärten

Nach Triggs

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Harmonie mit der Architektur zu bringen, barbarisch ist." So lautet der Titel, und dasWort Architektengärten wurde schnell zu einem Schlagwort, das den Trägern kaumnoch Unehre brachte. Man gab Robinson recht, wenn er, wie einst Addison, einen herr-lich freigewachsenen Baum einem verschnittenen vorzog, aber jedes an seiner Stelle.Den großen Park ließ man einstweilen den Landschaftsgärtnern unangetastet; in deneigentlichen Gärten aber schien es einen Augenblick, als wollte dort eine Umgestaltungeinsetzen, ähnlich wie einst unter Kent und Brown, nur im Gegensinne, so sehr, daßden Entfachern dieses Sturms fast bange wurde.

Als Blomfield acht Jahre später eine dritte Ausgabe seines Buches vorbereitete, ließ erdie heftig polemische Vorrede zur zweiten alsnicht mehr nötig" fort, schrieb dagegenschon die warnenden Worte:In der Tat, die Gefahr in diesem Augenblicke ist eher, daßein verkünstelter Plan für einen andern gesetzt werden soll, und daß wir in unserer Be-wunderung für gewisse alte Gärten den Versuch machen, sie blind unter unmöglichen Um-