Druckschrift 
2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
Entstehung
Seite
443
Einzelbild herunterladen
 

16. KAP.

Schrebergärten

443

Abb. 624

Entwurf fürGrand Park%tnä Hafen

Nach einerZeichnung vonF. Janin

setzt. In Wien wird lange schon über die Anlage eines Wiesen- und Waldgürtels be-raten, der ähnlichen Zielen zustrebt. Und auch in Berlin scheint dieser Gedanke all-mählich Gestalt zu gewinnen. Lange schon haben sich in Amerika Parkzweckverbändezusammengeschlossen, um die Stadtverwaltungen in ihren Aufgaben zu unterstützen.Auch in Deutschland haben sich in letzter Zeit solche Vereinigungen gebildet.

Halb auf ein privates Gebiet greift die Gartenfürsorge der Städte mit der Anlage derin Deutschland Schrebergärten genannten Gartenparzellen hinüber, die bei uns einegewisse Bedeutung, die vielleicht noch im Wachsen sein könnte, erworben haben: Umdie Mitte des Jahrhunderts vermachte ein Leipziger Arzt, Dr. Schreber, der Stadt einenamhafte Summe mit der Bedingung, Terrain zu kaufen, das in ganz kleine Gärtchen,etwa 200 qm groß, zerlegt und an Bürger verpachtet werden sollte. Private Vereine,die sogenannten Schrebervereine, haben sich dann der Sache weiter angenommen, fürVergrößerung des Terrains und eine gemeinsame Anlage von Turnplätzen, Hallen usw.gesorgt. Solche Spielplätze wurden die Mittelpunkte, um die sich die kleinen, jedemeinzelnen zur Bewirtschaftung überlassenen Gartenparzellen gliedern. Die Anlagen, die