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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
Entstehung
Seite
408
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Georg Jacobi Tieck

15. KAP.

Abb. 605a

Muskau, Blick

auf den Park

Pückler

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Nach dem

Gemälde von

Schirmer

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tesken Gestalten geschnitten sind, bepflanzt, fällt in weiteren Terrassen zu einem Kanalab, der am Ende einen Wasserfall bildet, der von einem achteckigen Sommerhaus miteinem vergoldeten Bären darauf gekrönt wird. Scott bekennt, hier einen wirklichenGarten des schottischen Hochlandes im Auge gehabt zu haben, und manche solcher ver-borgenen Blüten finden sich noch heute dort. Das aber war der Garten, den er liebte,und was er hier als Dichter geschildert, verteidigt er später in einer kleinen Schrift inder,, Quarterly Review'':, ,Der Garten", heißt es dort,, ,war allerdings im höchsten Gradekünstlich, aber er war an sich ein schöner Anblick, ein Triumph der Kunst über die Ele-mente", und weiter:nichts ist so sehr ein Kind der Kunst wie der Garten". Selbstdie Schönheit der Mauern, mit dem in England so warmen Ziegelton zum Grün kon-trastierend, wird in Schutz genommen, ebenso die so lange verpönten Wasserkünste, undwenn auch für diese neue Anlage, die er zur Nachahmung schildert, die verschnittenenHecken und Bäume verworfen werden, so liebt er sie in alten Gärten, wo sie solch einemstillen abgeschlossenen Bilde Charakter geben 49 .

Zeitlich noch früher und weit entschiedener haben sich auch deutsche Romantikerfür den alten Stil ausgesprochen. Schon Georg Jacobi 50 hatte in einer Reihe von Briefenden englischen Garten abgelehnt, aber mehr zugunsten eines Nutzgartens; jede Ab-weichung von dieser ersten Bestimmung des Gartens ist ihm ein Abfall zur Üppigkeit. Erspottet über den Versuch, mit der großen Landschaft zu rivalisieren, der regelmäßigeGarten sei der einzige Kontrast gegen die Landschaft, die ihn umgibt. Diesen Gedankennimmt auch Tieck imPhantasus" auf 51 : besonders in einer gebirgigen Landschaft er-scheint ihm der regelmäßige Garten nicht nur der angemessenste, sondern auch derschönste. Der majestätischen Umgebung gegenüber würde jede Nachahmung der Land-schaft albern sein.So aber liegt dieser Garten in stiller Demut zu Füßen jener Riesen,mit ihren Wäldern und Wasserbächen, und spielt mit seinen Blumen, Laubengängenund Brunnen wie ein Kind in einfältigen Phantasien." Und alles dies erscheint ihm