39°
A bbe de Lilles
15. KA P.
Abb. 594
Klein-Trianon,
Plan 1774
Entwurf vonA. Richard
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parAntPmtSjchardJarütnur de Li Rone)
Versailles zu denken, in denen man sich verlor und so klein fühlte. Versailles schliefden Schlaf des Riesen daneben, verschlief alle Gefahren, die es bedrohten, bis eswieder auferstehen durfte und heute das Idyll des kleinen Trianon nur nochals einen Schmuck mehr seiner Umgebung anerkennt. Ähnliche Anlagen ent-standen im Park von Chantilly und manchen Schlössern an der Loire. Hirsch-feld 28 führt eine ganze Reihe von Gärten in und um Paris auf, die alle inneuem Geschmack angelegt wurden. Selten aber wagte man das Wohnhaus un-mittelbar in den Landschaftsgarten hineinzustellen wie in England, wo der Rasen-teppich mit seinen perspektivisch angeordneten Baumkulissen bis in den Anfangdes XIX. Jahrhunderts meistens als erstes Bild im Garten des malerischen Stilesbis dicht an das Haus heranreichte. Auch in Klein-Trianon blieben um dasSchlößchen die regelmäßigen Gärten bestehen (Abb. 594), als im Jahre 1774 derPlan für den englischen Garten von Richard entworfen wurde; in der letztenAusführung sind dann in ihnen allerdings bedeutende Änderungen vorgenommenworden.
Diese neue Gartenbewegung fand wie in England auch in Frankreich ihren Sänger,hier in dem Abbe de Lilles 29 . Er hängt in vielem stark von Mason ab, wenn er auchseine Ahnenreihe von Virgil über Rapin, der überwunden werden soll, selbst ab-leitet. Während aber Mason, wenn er auch Dichter genug ist, um mit Schmerz und Be-dauern die schönen uralten Bäume fallen zu sehen, doch sich zu einem entschiedenen„es muß sein" aufrafft, so erzittert die ganze Seele de Lilles' bei dem Gedanken, daß Ver-sailles, „das Meisterwerk eines großen Königs, Le Nötres und der Zeit", fallen könne.Kein Rapin hätte pathetischer und rührender die Schönheiten des alten Gartens preisen