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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
Entstehung
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Horace Walpole

15. KAP.

noch besonders zu unterstreichen, daß immer die entgegengesetzten Szenen aufeinanderfolgen; ja, es ist ein Vorteil, rauhe und unkultivierte Plätze und unbegrenzte Aus-sichten einzumischen, die an sich unangenehm sind, aber in der Folge die Empfin-dung der angenehmen Gegenstände erhöhen. Darum verteidigt er es auch, daß Kentin seinen Landschaften hin und wieder verdorrte Bäume oder umgebrochene Stämmeanbrachte, was ihm allerdings von anderer Seite schnell wieder fortgespottet wurde.Aber auch Home verlangt von der Gartenkunst als herrschenden Grundsatz Einfach-heit.Nur ein Künstler ohne Genie wird sich an den Schmuck halten, daher in Gärten

Abb. 592

Klein- Trianon,

Le hameau

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3fc *

Phot.

die Triumphbögen, chinesischen Häuser, Tempel, Obelisken, Kaskaden, Fontänenohne Ende!" 27

Man kann den Männern, die durch die Feder die Gartenkunst zu leiten suchten, nichtden Vorwurf machen, daß sie der trotz allem wachsenden Neigung, den Park mit Gebäudenzu überhäufen, irgendwie Vorschub geleistet hätten. Fast alle kämpfen dagegen, auchWalpole, der Anfang der siebziger Jahre in seinem eleganten Essay über die moderne Gar-tenkunst zuerst als Historiker die Bewegung erfaßte, wendet sich gegen die überladeneGeziertheit der chinesischen Gärten, die ihm gerade so unnatürlich erscheint wie die ge-zierte Regelmäßigkeit der alten Gärten. Walpole hatte in seiner koketten Art die Publi-kation seines Essays lange verschoben, er erschien erst 1785 in französischer und englischerSprache, von seiner Villa Strawbury aus datiert. Walpole war sehr stolz auf den erstengotischen Bau, den er in Strawbury, wie er hoffte inreinem Stile", errichtet hatte;