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Daimiogärten
U.KAP.
Abb. 579
Daimiogärten,
Japan
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mußte, und wie gerade die erstaunliche Anpassungsfähigkeit der japanischen Garten-kunst an die Größe des Terrains und die Mittel des Besitzers aus dieser streng fest-gelegten Organisation Nutzen zog. Unter der Tokugawa-Epoche, seitdem im Beginndes XVII. Jahrhunderts der bedeutende Shogun Iyeyasu den in seiner Art höchstbedeutsamen feudalen Bau des japanischen Reiches vollendet und damit nachlanger Kriegsepoche eine Friedenszeit dem Lande bereitete, hatte sich auch dieFriedenskunst des Gartens weit ausbreiten können. Nicht, daß in dieser Zeit nochgroße neue Gedanken hereinkamen, aber die festgebundene, eng mit dem Aufbaudieses Militärfeudalismus verknüpfte Regelung der Wohnweise gab ihr reiche Mög-lichkeit der Entwicklung. Ein jeder der japanischen Barone, der Daimios, hatteseine Residenz, Joka genannt, mit einem System von Wassergräben umgeben. DerPalast, Shiro genannt, lag meist auf einem Hügel, an den sich ein großer, prächtigerGarten anschloß. Noch heute existieren eine Reihe dieser Daimiogärten (Abb. 579),wenn auch leider immer mehr das untergeht, was der Umwälzung von 1867 nochentgangen ist 51 . Eine hohe Mauer umgab den Schloßgrund, an das Schloß reihtensich dann die Häuser der Samurai, der Ritter, an, von denen jedes für sich inwohlgepflegten Gärten lag. Dies ganze Gebiet der Yashiki — Oberstadt — grenzte sichscharf gegen die Unterstadt der Mashi, der Wohnungen der Handwerker und Kauf-leute, ab. Dort mußten sich die Armen freilich mit einem Hof begnügen, in dem haupt-sächlich ein paar Zwergfächerpalmen gepflanzt waren; die Reicheren aber umgaben auch